{"id":7899,"date":"2020-08-12T15:06:49","date_gmt":"2020-08-12T15:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juttakoehler.eu\/?p=7899"},"modified":"2021-06-09T12:26:58","modified_gmt":"2021-06-09T12:26:58","slug":"tief-ins-glas-geschaut-warum-wir-trinken-aus-sicht-der-tcm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juttakoehler.nl\/de\/tief-ins-glas-geschaut-warum-wir-trinken-aus-sicht-der-tcm\/","title":{"rendered":"Tief ins Glas geschaut &#8211; warum wir trinken aus Sicht der TCM"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin langweilig. Ungesellig. Manchmal stelle ich mich an. Komisch bin auch.<\/p>\n<p>Wann ich das zu h\u00f6ren bekomme? Beinah immer, wenn Menschen, die mich nicht kennen, erfahren, dass ich keinen Alkohol mag. Dass ich nicht mittrinke. Dass sie ruhig ihr Bierchen trinken oder mit einem Wein ansto\u00dfen k\u00f6nnen. Aber dann bitte ohne mein Glas mit dem gleichen Getr\u00e4nk zu f\u00fcllen. (In meinem Arbeitsland, den Niederlanden, kommt immer auch noch ein Witzchen hintendran: dass ich mit meiner deutschen Herkunft doch eigentlich Bier m\u00f6gen sollte. Ha. Haha. G\u00e4hn.)<\/p>\n<p>Oh, ich hab mich \u00fcbrigens auch nicht vertan: ich proste auf das Brautpaar mit einem Glas O-Saft. Das Tablett mit Champagner hatte ich sehr wohl gesehen. Bewusst nicht zugegriffen.<\/p>\n<p>Danke, ich brauch auch kein Glas Wein. Auch kein halbes. Na-hain, nicht mal ein Schl\u00fcckchen. Denn. Es. Schmeckt. Mir. Nicht. \u2013 Echt nicht.<\/p>\n<p>Es ist ja nicht so, dass ich noch nie Alkohol getrunken h\u00e4tte. Nat\u00fcrlich hab ich in meiner Jugend mitgemacht und Bier getrunken. Damals noch gemischt mit Limo oder Cola. Lecker fand ich es aber nie. Nur wenn ich das Mischverh\u00e4ltnis umdrehte (9 Teile Cola auf 1 Teil Bier) war es geschmacklich zu ertragen. Gerado so.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fand ich so ein Batida-de-Irgendwas ganz nett. Aber auch wieder nur gemischt mit ganz viel Kirschsaft, sodass man den Alkohol nicht schmeckte. Echt \u00fcberzeugt hat es mich schlussendlich nie.<\/p>\n<p>Mittlerweile sieht es so aus: meine Geschmackspapillen finden Alkohol einfach\u00a0 nicht lecker. Es spricht mich nicht an. Es macht mich nicht geselliger oder lockerer. H\u00f6chstens m\u00fcde. Aber das bin ich ja sowieso ab und zu. Kurz gesagt: bei mir ist es das ganze Jahr lang Dry January.<\/p>\n<h2>Warum dann das Ganze?<\/h2>\n<p>Ich schreibe das alles, um zu erkl\u00e4ren, dass ich aus mir selber niemals einen Blogbericht \u00fcber Alkohol geschrieben h\u00e4tte. Dieser Bericht entstand nur durch das Zutun einer lieben Freundin. Sie \u00fcberzeugte mich davon, dass Alkohol schon ein prek\u00e4res Thema sein kann. F\u00fcr sie jedenfalls schon. Gerade in Stresszeiten. Und wenn ich so nachdenke, dann hatte ich viele Klienten, die auch eine gespaltene Beziehung zu Alkohol haben.<\/p>\n<h2>Was sagt die TCM \u00fcber Alkohol?<\/h2>\n<p>Der Chinesischen Medizin zufolge bewegt Alkohol das Blut und das Qi. Einfacher gesagt: Alkohol bringt unsere Energie wieder zum Flie\u00dfen. Er l\u00f6st Blockaden und Stagnationen.<\/p>\n<p>Die thermische Wirkung reicht von verk\u00fchlend bis erhitzend. Hochprozentiges ist zum Beispiel stark erhitzend. Roter Wein und Reiswein habe einen w\u00e4rmenden Effekt. Bier erfrischt oder k\u00fchlt, genauso wie Champagner und Wei\u00dfwein.<\/p>\n<p>In manchen TCM-B\u00fcchern findet man den Rat, ein Bierchen einzusetzen um das Yin des Herzens aufzubauen. Zum Verst\u00e4ndnis: wenn dein Herz-Yin schwach ist, dann bekommst du Schlafst\u00f6rungen, du f\u00fchlst dich gehetzt und unruhig. Die bitter-k\u00fchlende Wirkung des Biers erh\u00f6ht das Yin des Herzens. Und damit auch die Ruhe, Entspannung und die K\u00fchle.<\/p>\n<p>Aber wie so oft, macht hier die Dosis das Gift. In meinem Fall w\u00fcrde ein Bier wahrscheinlich ausreichen, um mich in einen tiefen Knock-Out zu katapultieren. Wenn man nie trinkt und dann auf einmal schon, dann ist die Wirkung sicher umwerfend. Aber ein allabendliches Schlummer-Bierchen w\u00fcrde auf die Dauer seine Wirkung verlieren. Zudem \u00fcbert\u00fcncht es ein tieferliegendes Problem: wer zum Einschlafen immer ein alkoholisches Schlafm\u00fctzchen braucht, der kann aus sich selbst heraus wahrscheinlich gar keine Ruhe finden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem besagt die TCM: unabh\u00e4ngig von der thermischen Wirkung haben alkoholische Getr\u00e4nke langfristig eine sch\u00e4digende Wirkung auf dein Blut, dein Yin und deine K\u00f6rpers\u00e4fte. Dein K\u00f6rper trocknet aus und \u00fcberhitzt sich. Konkret: es kommt zu einer Yin-Leere mit trockener Haut, fiebrigem Gef\u00fchl, Nachtschwei\u00df, hei\u00dfen Fu\u00dfsohlen und Handfl\u00e4chen, Falten, innerlicher Unruhe und Schlafst\u00f6rungen.<\/p>\n<h2>Warum wir trinken<\/h2>\n<p>Ich denke, dass es vor allem die bewegende und l\u00f6sende Eigenschaft des Alkohols ist. Viele Menschen (Autorin eingeschlossen) leiden an einer weniger oder mehr stark ausgepr\u00e4gten Leber-Qi-Stagnation.<\/p>\n<p>Die Leber in der TCM hat zur Aufgabe, den ungehinderten Fluss von Qi und Blut zu gew\u00e4hrleisten. Die Leber verteilt demnach Qi und Blut zu den Orten, an denen sie ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p>Eine Leber-Qi-Stagnation gibt an, dass etwas nicht im Fluss ist und dass sich an bestimmten Stellen viel Druck aufbauen kann. Auch stress-bezogene Beschwerden sind Ausdruck einer Leber-Qi-Stagnation.<\/p>\n<ul>\n<li>Druck am Hals, nerv\u00f6ses H\u00fcsteln<\/li>\n<li>Z\u00e4hneknirschen<\/li>\n<li>Schmerzen unter dem Rippenbogen<\/li>\n<li>kein Appetit oder viel Appetit\/oder auchschmerzen in stressigen Situationen<\/li>\n<li>wechselnder Stuhlgang (z.B. normaler Stuhl am Wochenende, aber w\u00e4hrend der Arbeitswoche Verstopfung)<\/li>\n<li>bei Frauen: schmerzhafte Menstruation, PMS,\u00a0 kleine Klumpen im Blut<\/li>\n<li>Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung<\/li>\n<li>schnell irritiert und genervt sein, sich begrenzt f\u00fchlen<\/li>\n<li>gehemmt sein<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein bestehender Qi- oder Blut-Mangel kann alle Beschwerden noch mehr verst\u00e4rken. Denn wo es keine Substanz gibt, kann die Leber nat\u00fcrlich auch nichts verteilen.<\/p>\n<p>Wenn wir Alkohol trinken, dann geben wir dem Qi und Blut einen Schubs. Der Fluss kommt wieder in die G\u00e4nge. Auf einmal k\u00f6nnen wir uns wieder entspannen. Die Blockade steht uns nicht mehr im Weg. Allerdings nur scheinbar und leider nur von kurzer Dauer.<\/p>\n<h2>Aber wie f\u00e4ngt man sich so eine Blockade \u00fcberhaupt ein?<\/h2>\n<p>Blockaden und Stagnationen sind immer selbstgemacht. Da kann man nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Unsere Leber ist ein Organ, das die Freiheit liebt\u2026und Kreativit\u00e4t, Selbstverwirklichung, Bewegung und Platz.<\/p>\n<p>Wenn wir uns eingeengt f\u00fchlen, oder besser gesagt: uns einengen lassen, dann f\u00e4ngt der freie Leber-Fluss an zu stocken und stagniert. Eine Leber-Qi-Stagnation gibt immer an, dass einen etwas wurmt, das einem eine Laus \u00fcber die Leber gelaufen ist. Dass man sich eingezw\u00e4ngt f\u00fchlt. Dass man nicht so kann, wie man eigentlich will.<\/p>\n<p>Au\u00dfer der Leber-Qi-Stagnation gibt es noch einen anderen Grund Alkohol zu trinken, n\u00e4mlich Mut antrinken. Mutige Handlungen k\u00f6nnen wir normalerweise nur verrichten, wenn unsere Nieren-Energie stark ist.<\/p>\n<p>Wenn man einer neuen, unheimlichen Situation ausgesetzt ist, dann gibt der Schluck Alkohol unserem Nieren-Yang einen Schubs. Auf einmal trauen wir uns mehr zu. Verst\u00e4ndlich, aber nat\u00fcrlich w\u00e4re es besser, wenn man den Mut aus eigener (Nieren-)Kraft aufbringen kann.<\/p>\n<h2>Wann wird es brenzlich?<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass es Studien \u00fcber die gute Wirkung von Rotwein gibt. In den Studien wird meist auch eine ganz bestimmte Menge genannt, die der Gesundheit zutr\u00e4glich sein soll. Da m\u00f6chte ich gar nicht drauf eingehen.<\/p>\n<p>Denn wenn du meinem Blog schon l\u00e4nger folgst, dann wei\u00dft du wahrscheinlich schon, dass es immer um deine eigenes Bauchgef\u00fchl geht.<\/p>\n<p>Wenn du oft ein Hilfsmittel (also Alkohol) brauchst um zum Beispiel<\/p>\n<ul>\n<li>nach einem stressigen Arbeitstag entspannen zu k\u00f6nnen<\/li>\n<li>dich gel\u00f6ster zu f\u00fchlen<\/li>\n<li>dich sexy und gesellig zu finden<\/li>\n<li>wieder fr\u00f6hlich zu werden<\/li>\n<li>lustig zu werden<\/li>\n<li>mit anstrengenden Situationen umgehen zu k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>dann gibt es sehr wahrscheinlich eine Blockade in deinem K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Die meisten Menschen, mit denen ich im Rahmen einer Beratung des Alkoholkonsum bespreche, wissen eigentlich schon bescheid. \u201eIch wusste, dass es so nicht weitergeht\u201c, sagen sie dann zu mir. \u201eIch wollte schon l\u00e4ngst etwas daran tun.\u201c<\/p>\n<p>Und es sicher kein Zufall, dass der Dry January so popul\u00e4r ist. Eben weil er offenbar n\u00f6tig ist.<\/p>\n<h2>Kann man durch Ern\u00e4hrung etwas daran tun?<\/h2>\n<p>An dieser Stelle ein ganz klares \u201eJein\u201c.<\/p>\n<p>Ja, weil man nat\u00fcrlich immer schauen kann, welche Ern\u00e4hrung zu einem passt. Dadurch kann man seinen K\u00f6rper optimal mit Nahrungsstoffen versorgen. Und damit hat man dann auch schon einen m\u00f6glichen Stressfaktor ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Offiziell nennen viele TCM-B\u00fccher mehrere Nahrungsmittel, die bei einer Leber-Qi-Stagnation eingesetzt werden k\u00f6nnen, zum Beispiel \u00c4pfel, Pinienkerne, Honig, Lauch und Essig. Und teilweise ist dies nat\u00fcrlich auch richtig.<\/p>\n<p>Aber die echte L\u00f6sung kommt in diesem Falle nicht aus der Nahrung, sondern aus dir selbst. Nach meiner Erfahrung kann kein einziges Nahrungsmittel eine Leber-Qi-Stagnation langfristig und gr\u00fcndlich beseitigen. Vielmehr sollte man die psychischen und emotionellen Aspekte beachten und in Angriff nehmen. Wie das gehen kann, kannst du in den folgenden Abschnitten lesen.<\/p>\n<p><strong>Befreie dich von allen Beschr\u00e4nkungen<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man dem ganzen Stress die Schuld geben. Den Kindern, dem Partner, den Eltern, der Arbeit und so weiter und so fort. In Wahrheit sind es aber fast nie die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde, die zu einer Stagnation f\u00fchren. Viel wichtiger ist die Frage, wie man selber mit einzw\u00e4ngenden Faktoren und stressigen Situationen umgeht.<\/p>\n<p>Eine gesunde Leber hilft uns, geschmeidig auf jegliche Situation zu reagieren. Nicht umsonst ist der Bambus das Symbol der Leber-Energie: standhaft aber doch biegsam, wenn es windig wird. Im Sturm knickt er nicht ab, sondern federt sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Schaue in jeder Situation \u2013 wie beengend sie auch sein mag \u2013 was sich doch noch f\u00fcr M\u00f6glichkeiten ergeben k\u00f6nnen. Das ist es, was unsere Leber m\u00f6chte und sie gesund h\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Atme und entspanne<\/strong><\/p>\n<p>Wenn du nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommst (oder du &#8211; wie jetzt wahrscheinlicher &#8211;\u00a0 einen stressigen Home-Office-Tag hinter dir hast) setz dich erstmal in Ruhe hin. Ohne Handy, Fernseher oder sonstige Ablenkung. Konzentrier dich auf deine Atmung, mache die Augen zu. Vielleicht m\u00f6chtest du sogar einen kleinen 10-min\u00fctigen Powernap machen? Dies entspannt &#8211; auch ohne Alkohol.<\/p>\n<p><strong>Komm in Bewegung<\/strong><\/p>\n<p>In Bewegung kommt unserer Energiefluss im K\u00f6rper wieder in die G\u00e4nge. Geh an die frische Luft, wandere. Lauf dabei ein kleines bisschen schneller als gew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p><strong>Recke und strecke<\/strong><\/p>\n<p>Strecke vor allem die Seiten. Ganz einfach: erst die eine Seite dehnen, dann die andere. (Foto Katee Lue, Unsplash)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-8536 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.juttakoehler.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/jutta_blog_tcm-800x533.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 300px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 300\/200;\" \/><\/p>\n<p><strong>Werde kreativ<\/strong><\/p>\n<p>Denke dabei an alles, was auch nur im Entferntesten mit Kreativit\u00e4t zu tun hat. Zum Beispiel basteln, malen, M\u00f6bel umstellen, fotografieren. Aber genauso gut kann es sich um Pl\u00e4ne machen handeln. Zum Beispiel Plan B (oder C und D) ausdenken, wenn man sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befindet.<\/p>\n<p><strong>Gib dir Saures &#8211; ab und zu<\/strong><\/p>\n<p>Nimm erstmal eine paar saure Apfelst\u00fcckchen, die du mit Zitronensaft besprenkelst.\u00a0Nimm den Apfel in dem Moment, in dem du dir eigentlich ein Glas Wein genehmigen willst.<\/p>\n<p>Der saure Geschmack entspannt n\u00e4mlich die Leber. Und wer wei\u00df, vielleicht verfliegt der Gusto auf Alkohol. Das gleiche funktioniert auch mit einem Glas Wasser mit einem Schuss Essig und einem Teel\u00f6ffel Honig. Aber pass auf: dies ist nicht geeignet f\u00fcr frequenten Gebrauch, da es auf die Dauer den Magen angreifen kann.<\/p>\n<p><strong>Auf die deutsche Art<\/strong><\/p>\n<p>In meinem Arbeitsland, den Niederlanden, ist dies nicht beliebt. Aber in diesem Fall kann man schon von uns lernen. Denn typisch deutsch ist die \u2013 tadaah! &#8211; Schorle! Wenn du Lust auf Wein hast, trinke eine Weinschorle. Das spart zumindest die H\u00e4lfte an Alkohol und du hast trotzdem ein Gl\u00e4schen in der Hand. Aber beachte: diese L\u00f6sung ist nat\u00fcrlich nur f\u00fcr ab und an geeignet und wird nicht helfen, wenn man sie an einem Abend mehrmals hintereinander anwendet.<\/p>\n<p><strong>Suche (mehr) Entspannung<\/strong><\/p>\n<p>Wenn du Schwierigkeiten hast aus dir selber zur Ruhe zu kommen, nimm dir einen guten Therapeuten oder Coach. Zum Beispiel kann Hypnotherapie helfen, oder Massage, oder eine Shiatsu-Behandlung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8212;\u00a0 \u2665 &#8212;<\/p>\n<p>(Abbildung Cody Chan, Unsplash)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin langweilig. Ungesellig. Manchmal stelle ich mich an. Komisch bin auch. Wann ich das zu h\u00f6ren bekomme? Beinah immer, wenn Menschen, die mich nicht kennen, erfahren, dass ich keinen Alkohol mag. Dass ich nicht mittrinke. Dass sie ruhig ihr Bierchen trinken oder mit einem Wein ansto\u00dfen k\u00f6nnen. 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